Glaszähne -Dentinogenesis imperfecta

Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um eine erbliche Zahnmissbildung. Die Zähne erscheinen infolge gestörter Zahnbeinentwicklung oft bläulich bzw. bernsteinfarben transparent , daher der Name Glaszähne.

Diese Anomalie kann sowohl bei den Milchzähnen als auch bei den bleibenden Zähnen auftreten. Infolge der ungenügend ausgebildeten Zahnhartsubstanzen kann, vor allem im Milchgebiss der Zahnschmelz in mehr oder weniger großen Scherben absplittern, sodass sich die Zähne sehr schnell abnutzen. Eine intensive Kariesprophylaxe mit Fluoridierungen, professioneller Zahnreinigung und entsprechenden Hilfsmitteln ist hier dringend angezeigt.
Da das Zahnmark, die Pulpa, meist völlig verkalkt ist, sind diese Zähne, auch wenn sie stark abgekaut sind, schmerzunempfindlich. Im Röntgenbild erscheinen die Wurzeln pfahlartig und oft verkürzt.
Um die Zähne wieder herzustellen, wenn sie stark abgekaut sind, können im Milchgebiss konfektionierte Kinderkronen eingesetzt werden, im bleibenden Gebiss sind ebenfalls Überkronungen angezeigt. Im Frontzahnbereich können entweder zahnfarbene Aufbaufüllungen mit den entsprechenden Materialien oder Keramikschalen - sog. Veneers - aufgebracht werden.