Röntgen

Die Anfertigung von Röntgen-Aufnahmen zur diagnostischen Abklärung eines Krankheitsbildes bzw. als Diagnosehilfe ist oft unerlässlich. Eine Röntgen-Aufnahme ersetzt nicht die klinische Untersuchung, sondern dient der Erhärtung der Diagnose. Ebenso ist eine Röntgen-Aufnahme Hilfsmittel zur Aufdeckung versteckter Krankheitsbilder. In der Zahnheilkunde vor allem verdeckte kariöse Stellen bevorzugt in den Zahnzwischenräumen, sowie Auffindung von Eiterherden, zur Abklärung von Zahn-Nichtanlagen, retinierten Zähnen, hier besonders die Weisheitszähne, Ausmaß von Knochenabbau bei der Parodontitis, um nur ein paar Schwerpunkte zu nennen.
Röntgenaufnahmen dürfen nur von dazu ermächtigten Personen angeordnet werden und zur Ausführung an strahlenkundige Personen, die dazu zertifiziert sind, delegiert werden. Die Röntgenverordnung regelt die Anwendung von Röntgenstrahlen für medizinische Zwecke und enthält Vorschriften für den Betrieb und die ärztliche Überwachung, dient also dem Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen. Die Röntgengeräte selbst unterliegen der ständigen Überwachung durch das Gewerbeaufsichtsamt, die Qualität der Aufnahmen wird von der Röntgenstelle für Zahnärzte in regelmäßigen Abständen überprüft.
Selbstverständlich wird bei jeder Aufnahme dem Strahlenschutz sowohl für den Patienten als auch für den Ausführenden Rechnung getragen durch entsprechende Abschirmungen mit Bleieinlagen, die das Eindringen von Röntgenstrahlen an anderen Stellen als dem gewünschten Objekt verhindern. Röntgenaufnahmen werden trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bei Schwangeren nicht angefertigt, ebenso können Röntgenaufnahmen, die bereits anderswo angefertigt wurden, angefordert werden um eine Doppelbelastung zu vermeiden. Ersichtlich sind diese Aufnahmen aus dem Röntgen-Pass. Durch all diese Maßnahmen wird die Strahlenbelastung auf ein Minimum reduziert. Zur Veranschaulichung wird oft dieser Vergleich angeführt : die Höhenstrahlungsbelastung, vergleichbar mit Röntgenstrahlen, in einem Flug von Frankurt nach München ist größer als die bei einer Röntgenaufnahme.
Trotzdem tauchen in der Presse immer wieder Schlagzeilen auf, die die Patienten verunsichern und falsch oder nicht über die Fakten aufklären. Das Interesse der Presse und der Journalisten ist es, die Auflagen mit „Sensationsartikeln“ zu steigern, dient also dem Kommerz und ist kein seriöses Beratungsinstrument. Auf jeden Fall sollte der Patient auf die Aussagen und Anordnungen seines Arztes vertrauen, der sich seiner Verantwortung stets bewusst ist und die Gesundheit seiner Patienten in den Mittelpunkt stellt und auf alle Fälle Schäden an seinem Patienten vermeidet.