Nichtanlage von Zähnen

Zahnunterzahlen ( Hypodontie) sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Sehr selten ist das völlige Fehlen von Zähnen. Am häufigsten tritt die Nichtanlage bei den Weisheitszähnen ( die 8. Zähne von der Mitte ab gezählt ), bei den 2. kleinen Backenzähnen im Unterkiefer sowie den mittleren oberen Schneidezähnen. Es können hier einer oder mehrere Zähne fehlen. Handelt es sich um eine ausgeprägte Zahnunterzahl, spricht man von Oligodontie . Diese tritt meistens zusammen mit anderen Allgemeinerkrankungen auf wie z.B. bei Patienten mit dem Down-Syndrom.
Nichtanlagen einzelner Zähne treten gehäuft familiär auf. Bleibt ein Milchzahn länger im Gebiss stehen als in der normalen Bandbreite des Zahnwechsels sollte dies immer als Hinweis auf eine evtl. Nichtanlage gesehen werden und muss röntgenologisch abgeklärt werden. Bei Nichtanlage einzelner Zähne muss kieferorthopädisch abgeklärt werden, ob der Milchzahn, wenn er noch intakt ist, belassen werden muss oder ob im Zuge der Behandlung die Lücke kieferorthopädisch geschlossen werden kann oder muss. Dies ist meist in den Fällen, wo aus Platzgründen vier Zähne ( auch gesunde bleibende Zähne ) gezogen werden müssen, um die anderen Zähne ordnungsgemäß einstellen zu können. Dies hängt von der Bisslage und der Wachstumstendenz des Patienten ab.
Kommt ein kieferorthopädischer Lückenschluss nicht in Betracht gibt es folgende Möglichkeiten :

  1. Verpflanzung ( Transplantation ) eines bleibenden Zahnes an die Stelle des nichtangelegten
  2. Prothetische Versorgung ( Brücke ) des nichtangelegten Zahnes
  3. Offenhalten der Lücke für eine spätere Implantation ( Einbringen einer künstlichen Wurzel ) und darauf eine Krone