Zyste

Eine Zyste ist ein pathologischer Hohlraum, der von einer Wand umgeben ist. Dieser Hohlraum ist mit einem flüssigen oder breihaltigem Inhalt ausgefüllt. Zysten zeigen in der Regel ein gutartiges, rein expansives Wachstum , sie vergrößern sich also.

Sie machen sich meist als langsam wachsende, schmerzlose Auftreibungen im Mundvorhof bemerkbar. Die Schleimhaut darüber ist unverändert und verschieblich.
Zysten entwickeln sich oft in der Umgebung der Wurzelspitze ( radikuläre Zysten ) oder sie bilden sich um die Krone eines im Kiefer retinierten Zahnes ( follikuläre Zysten). Die Krone ragt in die Zystenhöhle hinein, wobei die Wurzelspitze beim vollausgebildeten Zahn von Knochen umgeben ist. Seltener bilden sich parodontale Zysten, die dann meist von unvollständig durchgebrochenen unteren Weisheitszähnen ausgehen und sind als eine Art unvollständige follikuläre Zysten anzusehen.
Sehr selten dagegen sind gingivale Zysten. Sie sitzen im Zahnfleisch und dort bevorzugt an der Außenfläche der Eckzähne bzw. kleinen Backenzähne ( Prämolaren ) im Unterkiefer. Sie erscheinen als feste Knötchen zwischen den Zähnen, die bläulich durchscheinend sind.
Kleinere Zysten werden „herausgeschnitten“ (Zystektomie), wobei die Wand der Zyste mit herausgeschält wird. Die Wundhöhle wird evtl. nach Auffüllung mit Knochenersatzmaterial durch Nähte verschlossen.
Größere Zysten werden ebenfalls eröffnet, allerdings zur Mundhöhle hin. Die Zyste wird dadurch zur Nebenbucht der Mundhöhle gemacht (Zystotomie). Allmählich schrumpft die Zystenhöhle, verkleinert sich also.
Um Zysten schneller und sicherer zum Heilen zu bringen, kann man diese mit Knochenersatzmaterial füllen. Dadurch verknöchert der Knochendefekt schneller.