Zahnstein

Als Zahnstein (Konkremente) bezeichnet man feste Auflagerungen auf dem Zahn, die man weder durch Spülen noch durch das mechanische (manuelle oder elektrische Bürsten) Zähneputzen entfernen kann. Zahnstein entsteht durch die Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel in die Plaque. Der normale pH-Wert des Speichels liegt bei 7 bis 7,1. Das bedeutet ein neutrales bzw. leicht basisches Verhalten. Mit diesem Wert kann der Speichel seine wichtigsten Funktionen

ausführen, die Re-Mineralisierung des Schmelzes nach (ernährungsbedingten) Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate. Ist der Speichel jedoch zu sauer, sind diese Funktionen beeinträchtigt. Eine solche Übersäuerung hat auch Auswirkungen auf den Zustand des Zahnfleisches. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind erhöht; die Wundheilungstendenz im Mund ist verschlechtert.
Zahnstein selbst führt nicht zur Parodontose (Parodontitis) aber die auf der rauen Oberfläche anhaftenden, lebenden Plaquebakterien.
Besonders viel Zahnstein entsteht im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen (Prädilektionsstellen): Auf der Innenseite der Unterkieferschneidezähne und auf der Außenseite der Oberkiefer-Backenzähne.