Kinder- / Jugendzahnheilkunde

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Kinder sollten schon so früh wie möglich lernen, dass die Untersuchung der Zähne zum Ritual wird. Deshalb sollten Eltern, auch wenn die Kleinen noch etwas schüchtern sind, sie immer bei ihren eigenen Kontrolluntersuchungen mitbringen.Ich habe die Erfahrung gemacht, dass so die Kinder dann im Laufe der Zeit ihre evtl. anfänglichen Ablehnungen und Scheu verlieren und sich irgendwann auf Muttis Schoß setzen oder selbständig auf den Behandlungsstuhl „krabbeln“. Spielerisch erkläre ich ihnen dann , dass die Zähnchen nur „gezählt“ werden, wobei selbstverständlich die Untersuchung im Vordergrund steht. Die Eltern erhalten Ratschläge für die Zahnpflege – jedem Kindesalter gerecht- für die Ernährung und die Bedeutung der Milchzähne für die weitere Gebissentwicklung. Gebiss-Fehlentwicklungen werden oft schon bei den Milchzähnen vorprogrammiert. Tiefe kariöse Defekte, die nicht versorgt werden, führen zu Zahnwanderungen und somit zum Platzverlust für die nachfolgenden bleibenden Zähne. Den Milchzähnen weniger Beachtung zu schenken mit dem Argument, sie fallen ja sowieso aus, ist also falsch. Auch Milchzähne sollten solange im Gebiss bleiben, bis sie ihre Platzhalterfunktion für die nachrückenden bleibenden Zähne erfüllt haben. Muß ein Milchzahn aber doch einmal gezogen werden, weil er absolut nicht mehr zu erhalten ist, ist es nötig einen Lückenhalter einzusetzen, damit der Platz für den bleibenden Zahn erhalten bleibt. Ich warne davor, leichtfertig Milchzähne zu ziehen ohne die entsprechende Nachsorge.

Im Normalfall bilden sich ab dem 4. Lebensjahr zwischen den Ober- und Unterkiefer-Schneidezähnen als Zeichen der Breitenentwicklung der Kiefer Lücken. Diese sind wichtig, da die bleibenden Schneidezähne alle breiter sind als die Milchzähne, sodass diese sich sonst richtig einstellen können. Bleibt diese Breitenentwicklung aus, spricht man von einem primären Engstand. Hier muss dann sorgfältig auf den Schneidezahnwechsel geachtet werden, weil, vor allem im Unterkiefer, die bleibenden Zähne die Milchzähne nicht ausfallen lassen, sondern hinter den Milchzähnen durchbrechen. In diesen Fällen muss evtl. eine gesteuerte, sog. Serienextraktion vorgenommen werden. Sind die ersten ( zusätzlichen ) bleibenden Zähne hinter den letzten Milchzähnen durchgebrochen, ist eine Versiegelung der Zahngrübchen auf den Kauflächen (Fissuren) sinnvoll, vorausgesetzt sie sind noch völlig intakt und noch nicht von Karies angegriffen. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen auf Karies und die Kontrolle des ordnungsgemäßen Zahnwechsels sind für die gesamte Gebissentwicklung entscheidend.

Laut Definition werden nach dem Jugendgerichtsgesetz „Jugendliche“ definiert im Alter zwischen 14 und dem vollendeten 18. Lebensjahr. Ich fasse den Begriff etwas weiter. Nachdem die gesetzlich Versicherten ab dem 12. Lebensjahr in die systematische Individualprophylaxe , gekoppelt an das Bonusheft, eingebunden werden, bezeichne ich diese Altersgruppe vom 12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr als Jugendliche . In der Regel sind mit dem 12. Lebensjahr auch alle bleibenden Zähne durchgebrochen, denen ich erhöhte Aufmerksamkeit widme, zumal sie bis ans Lebensende gesund im Mund verbleiben sollten.
An erster Stelle steht hier für mich den Jugendlichen die Zusammenhänge zwischen Bakterien, Plaque, Karies und Parodontitis mit der dazugehörigen Zahnpflege nahe zu bringen. Wenn ein Patient dies verstanden hat, so meine Erfahrung, wird er auch seinen Essgewohnheiten und seiner Zahnpflege die nötige Aufmerksamkeit schenken. Wenn die Jugendlichen regelmäßig die vorgesehen halbjährlichen Motivationen wahrnehmen, wird bei fast allen ein nachhaltiger Lerneffekt erzielt. Außerdem werden in meiner Praxis turnusgemäß die Zähne fluoridiert, sodass sie auch den Schutz der Zahnschmelzhärtung erhalten. Bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen werden immer die Zähne auf evtl. vorhandene kariöse Defekte untersucht, unterstützt durch spezielle Röntgenaufnahmen, sog. Bissflügelaufnahmen, bei denen mit jeweils nur einem kleinen Zahnfilm rechts und links alle Zahnkronen dargestellt werden können. So werden auch kleinste Kariesstellen, die sich vor allem zwischen den Zähnen entwickeln, mit minimaler Strahlenbelastung, im Frühstadium erkannt.